Mein Openair St.Gallen 2011

Mein Openair St. Gallen 2011 (ab jetzt aus Faulheit nur noch OASG genannt) begann für mich bereits am Mittwoch, obwohl das Festivalgelände für die ersten Besucher erst am Donnerstagabend geöffnet wurde. Wie das? Ich lag krank im Bett. Die Sommergrippe hatte mich eingeholt. Dass es mir nicht möglich sein würde, am Freitag anzureisen, stand eigentlich bereits am Mittwochabend fest. Glücklicherweise konnte ich meinen 3-Tages-Pass noch an jemanden Weitergeben, der sich noch kein Ticket gekauft hatte.  Ich hoffte allerdings, bis Samstag einigermassen genesen zu sein, damit ich dann ‘wenigstens’ noch meine Favourites Linkin Park, Dizzee Rascal (beide Samstags), sowie die Beatsteakes und Queens Of The Stone Age (beide Sonntags) sehen könnte. Mit diesem Plan im Hinterkopf schmiss ich mir wie bereits seit Dienstag, als ich bemerkte, dass ich wohl krank werden würde, alle möglichen Pillen, Vitamine, Naturheilmittel in den Kopf und versuchte mich an alten Hausmitteln. Dies alles zeigte bis Freitag seine Wirkung. Ich fühlte mich wieder einigermassen fit und war voller Vorfreude auf den Samstag. Als ich allerdings am Samstagmorgen aufwachte, kam die Ernüchterung. Die Erkältung hatte sich in der Nacht wieder verschlimmert. Die Halsschmerzen waren zurück und die leichte Ohrenentzündung (eigentlich er Hauptgrund, wieso ich nicht ging. Entzündete Ohren und laute Musik ertragen sich leider auch mit Ohropax, welche ich immer an Konzerten trage, überhaupt nicht) meldete sich ebenfalls noch immer brav.
Somit musste ich leider mit schwerem Herzen den Samstag am OASG auch sausen lassen. Gegen den Abend besserte sich mein Gesundheitszustand allerdings deutlich. Ich war wieder komplett auf den Beinen und hatte genügend Energie (und natürlich auch Lust) auf Konzerte. Ich packte meinen Rucksack und machte alles bereits für den Sonntag. Ich sagte mir, dass ich so immerhin noch ein wenig feiern könnte und Spass an Openairs ist ja so oder so beinahe immer vorprogrammiert. Dementsprechend ging ich einigermasen früh ins Bett, damit ich dann am Sonntag auch wirklich fit sein würde.
Fit war ich dann auch am Sonntagmorgen. Ich war bester Laune, nahm ein kleines Frückstück zu mir und meldete meinen Freunden, welche bereits seit Freitag am OASG waren, dass ich mich nun endlich auf den Weg zu ihnen aufmachen würde. Ich sass bereits im Zug nach St. Gallen und checkte eigentlich mehr so aus Spass und Langeweile die OASG Homepage auf dem Handy aus. Und dann entdeckte ich folgende Meldung:
“Die Sonne strahlt und wir mit ihr – seit 19.00 Uhr ist das OpenAir St.Gallen 2011 ausverkauft.
Ab sofort sind keine Tickets mehr erhältlich – weder an den Vorverkaufsstellen noch an den Tageskassen!”
Danke und Fuck you! Ich stieg bei der nächsten Haltestelle aus dem Zug aus und machte mich endgültig deprimiert auf den Weg nach Hause. Das OASG 2011 brachte für mich im Vorfeld sehr viel Vorfreude. Schlussendlich war es allerdings nur eins: ein riesengrosser Frust.Vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr, liebes Openair St. Gallen. Ich würde mich freuen…

Was am Mittwochmorgen begann endete jetzt am Sonntag, beim Schreiben dieses (Frust-) Textes hier, obwohl es eigentlich genau genommen für mich überhaupt nie begonnen hatte.

Spiegelreflexkamera

Stell dir vor, du stehst in einem Sportartikelgeschäft und quatschst mit dem Inhaber. Dann betritt eine Frau das Geschäft, welche ich auf über 20 schätze und begrüsst denCheffe. Sie hätte heute Geburtstag. Sie sei jetzt volljährig. Dies war die erste Verblüffung. Weitere sollten folgen. Sie erklärte stolz, was sie heute bereits alles bekommen hätte. Das da, so teuer, geil. Ah ja. Dies hier auch noch, nochteurer, noch cooler. Und natürlich am coolsten und am teuersten und, und, und.

Auf jeden Fall kam der Dame plötzlich in den Sinn, dass sie ja eine Spiegelreflexkamera bekommen hätte. Einen Canon550D. Über die Kamera kann ich nicht viel sagen. Ich bräuchte dazu eine vergleichbare Nikon Kamera. Dort würde ich mich wenigstens ein bisschen auskennen. Aber weiter im Text. Die Kamera sei super. Sie habe extrem viel Spassdaran. Allerdings – und jetzt kommt es … – ginge noch nicht alles. Sie müsse gleich morgen zu ihrem Fotografielehrer gehen. Der müsse ihr die Kamera erklären. Sie hätte nur so eine Alte, bei der es für jede Einstellung einen Knopf geben würde. Bei der Neuen sei ja alles viel komplizierter. So zum Beispiel geht der Auslöser nicht richtig. Wenn sie auf diesen drücken würde, dann würde die Kamera zuerst extrem lange scharf stellen. Und danach unkontrolliert ein Foto schiessen.Sie könne aber nicht bestimmen, wann die Kamera dies täte.Sie müsse ja zuerst ein bisschen nach unten drücken, damit die Kamera fokussiere und erst dann ganz nach unten. Dann würde die Kamera auslösen. Scheinbar hat sie die Theorie jaeinigermassen begriffen. Leider scheint die Praxis krepiert zu sein. Okay, ein normales, „einfaches“ Bild schiessen geht schon einmal nicht. Jedoch weiter. Jedes Mal, wenn sie auf den Auflöser drückt, öffne sich der Blitz. Dies sei doof. Sie wolle ohne Blitz fotografieren.

Ich sag nur: Ich hoffe ihr Fotografielehrer hat starke Nerven und viiiieeel Geduld. So schwer ist eine DSLR jetzt auch nicht zu bedienen. Ein einfaches Foto sollte jetzt also beinahe jeder hinkriegen. Aber Ausnahmen bestätigen die Regeln.

Auf jeden Fall hat die Dame mich unterhalten. Sie hat Geburtstag und ist happy. Ihr Fotografielehrer kriegt Arbeit und ist eventuell happy damit. Ich wurde unterhalten. Guter Deal!

Hardley wörking

Die Weihnachtsauszeit ist ja leider seit Dienstag vorbei. Ich muss (wie wohl viele andere) wieder arbeiten. Aber immerhin gab es heute mal wieder was zu lachen für mich. Meine beiden Unterstifte / Azubis unter mir /, oder wie man diese jetzt auch nennen möchten, hatten eine sehr lustige Diskussion. Das Thema lautete: iPhone vs. HTC.
Was man dazu wissen muss: Beide sind wie ich in der Ausbildung zum Informatiker / zur Informatikerin.
Hier einige super Argumente:
Pro iPhone (Zitat: „Ich habe zwar noch nie ein HTC verwendet aber …“):

  • Es sieht geiler aus als dein HTC (Desire HD)
  • Die Tastatur sieht besser / moderner aus
  • Es ist von Apple
  • Es ist super

Pro HTC Desire HD:

  • Stimmt gar nicht
  • Meins ist cooler
  • Es sieht besser aus
  • Ist gar nicht wahr!
  • Meins kann das auch!

(Meiner objektiven Meinung nach, die besseren Argumente :O !)

Dann kam die Paradedisziplin: via Bluetooth Daten hin und her senden
iPhone-Userin macht ihr Bluetooth an. Weiter forderte diese den HTC-User auf, sein Bluetooth ebenfalls einzuschalten. Dann ein weiteres Pro-iPhone Argument: „Ich seh dein HTC nicht. HTC ist scheisse, nicht einmal Bluetooth funktioniert!“ Dieses Argument wurde dann allerdings gleich wieder vom HTC-User zerstört: „Ich hab mein Bluetooth noch gar nicht ein!“ Dann dauerte es einen Moment, bis der HTC-User vermeldete, dass sein Bluetooth nun aktiv sein. Also neuer Scan nach Geräten auf dem iPhone. Und schon wieder das Argument: „Ey, dein HTC ist einfach scheisse. Ich seh kein Gerät!“ Dann tauchte jedoch plötzlich ein Bluetoothgerät auf dem iPhone auf. Sofort die Frage: „Ey, heisst dein Handy ‘Ultimate’? Leider musste der HTC-User verneinen. Aus diesem Grund schauten mich plötzlich zwei Augenpaare an. „Ey, bist du ‘Ultimate’? Ich musste leider ebenfalls verneinen.Ich hatte auf meinem Nexus One mein Bluetooth aus. Die iPhone-Nutzerin nützte diesen Moment, um weiter HTC bashing zu betreiben. Lustigerweise wurde dabei das Betriebssystem des Desire HD bemängelt. Da dieses von Google entwickelt wird und HTC jetzt nicht wirklich etwas mit der Funktionalität mit Android (dem OS) zu tun hat, natürlich kein schlechtes Argument. Der Beschluss der iPhone-Benutzerin wurde durch dies sogar noch gefestigt: „Das beste Handy der Welt ist das iPhone!“
Ich dachte nur: „Aha“ und hatte Mühe, vor Lachen nicht von meinem Stuhl zu fallen.
Wer die Genialität des iPhones zum Thema Bluetooth nicht kennt, folge diesem Link: goo.gl/QIlLS

Viel Spass. Informatiker mit grossem Technikwissen FTW!

Musikgeschmack

Über gute Musik lässt sich bekanntlich streiten. In letzer Zeit geistern in meinem Kopf allerdings diverse sehr unterhaltsame Songs herum. Hier einige Songs meiner momentanen Hustparade:

Nr. 4:

Hab ich soeben gehört und passt wohl ziemlich gut in diese Liste.

Nr. 3:

(http://soundcloud.com/partysmartie/partysmartie-all-i-do-is-party-original-mix)

Ebenfalls ein sehr interessantes Lied. Allerdings war die vorgetragene Version ein wenig anders. Die Vocals beschränkten sich auf „All i do is FUCKING party“. Leider habe ich diese Version bis jetzt noch nicht im Netz gefunden. Auch sehr unterhaltsam.

Nr. 2:

Hier weiss ich einfach nicht, was ich dazu sagen soll. Wir werden mal Stars. Äh, das hiess ja „Wir waren mal Stars“, sorry.

Nr. 1:

Gehört im Abart an einer Einstein Party. Der Song weckte frühmorgens Lachkrämpfe in mir und anderen Partygängern. Aber eindeutig ein Ohrwurm.

Während den nächsten Partynächten werde ich wohl wieder einmal besser auf die Texte hören müssen. Solche Songs dürfen mir nicht entgehen.

Was bleibt noch zu sagen? Achja: TABLE!

Tschouk, Spendengala

Roger Federer gegen Rafael Nadal. Kurz gesagt: Das Beste, was Tennis seit einigen Jahren zu bieten hat. Die Weltnummern 1. und 2. spielen im Zürcher Hallenstadion gegeneinander. Alles eingefedelt von und vor allem für Roger Federers Stiftung: die Roger Federer Foundation. Der Erlös dieses Spiels kommt eben dieser Stiftung zu gute. Der Event wird in der Schweizer Presse gehypt. Das Schweizer Fernsehen überträgt das Spiel live. Zwischen den jeweiligen Sätzen geben die Spieler Interviews. Die Halle ist komplett ausverkauft, die Zuschauer toben, peitschen ihre Tennisstars nach vorne.

Bei all der guten Stimmung kann ich mich nicht wirklich für diesen Event begeistern. Heute Morge lese ich im Tagesanzeiger, dass nur ein sehr kleiner Teil der über 10000 Karten effektiv verkauft wurden. Der grösste Teil ging wohl an Sponsoren und andere Vitamin-B Menschen. Alleine schon dies stufe ich als peinlich ein. Nur: Der Hauptsponsor (welcher soweit ich weiss ebenfalls Roger Federer persönlich unterstützt) ist eine grosse schweizer Bank, welche in den letzten Zeit hauptsächlich mit negativen Meldungen in der Presse zu finden war. Das Tennisfeld ist mit den Schriftzügen eben dieser Bank umzäunt. Man kann es beinahe nicht anders beschreiben. Auf dem Heimweg von der Schule las ich in einer Gratis-Abend-Zeitung, dass Nadel erst heute mit einem Privatjet (!) in Zürich gelandet ist. Federer holte ihn vom Flughafen ab. Von dort ging es mit einem roten Mercedes SL(R?) weiter. Dieser wurde von einem grossen Zürcher Authändler zur Vergügung gestellt. Das Medieninteresse ist geradezu gigantisch. Jedoch lässt mich ein Gefühl nicht los: Ist diese Spendengala in Form eines Show-Matches zwischen den momentan besten beiden Tennispieler der Welt nicht nur eine mehr oder weniger gut getarnte Image-Kampagne gewisser Leute. Soll dieser Event nicht einfach nur demonstrieren, wie toll diese eine Bank oder diese andere Firma effektiv sein soll? Versuchen nicht wieder sämtliche Leute irgendwie von dieser Spendengala zu provitieren. Und dies nicht etwa für die armen Kinder, welche die Stiftung unterstützt, sondern um die eigenen Taschen mit massenhaft, stinkendem Geld zu füllen?

Ich kann und will überhaupt nichts beweisen, aufdecken oder einfach nur doof reden. Es geht mir nur dieser Gedanke nicht aus dem Kopf, dass wie so oft nicht die Spendengala, sondern das Image zurechtrücken im Vordergrund steht. Alles andere ist nicht so wichtig. Ich finde es toll und enorm wichtig, dass berühmte Leute sich für etwas positives Einsetzen. Nur würde es mich enorm freuen, wenn dies ohne diesen Beigeschmack getan werden könnte.

Update: Ich habe gerade beim Tagesanzeiger einen sehr interessanten Bericht über eben diese Spendengala gefunden. Anscheinend werden meine Ansichten dort weitgehend geteilt. Hier der Link zum Artikel: http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/fernsehen/Genaue-Kostenrechnung-offenlegen/story/11070588

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